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Spatenstich für neuen Wertstoffhof des Landkreises

Mit dem Spatenstich gab Landrätin Tamara Bischof den offiziellen Startschuss für den Bau des neuen Wertstoffhofes des Landkreises Kitzingen. Nun müssen sich die Baufirmen ranhalten, denn die neue zentrale Abgabestelle für Wertstoffe und Abfälle soll bereits am 2. Januar 2018 in Betrieb gehen.

Glücksfall conneKT-Technologiepark

«Mit dem neuen Wertstoffhof wird der Landkreis Kitzingen für die Zukunft bestens aufgestellt sein und seinen Bürgerinnen und Bürgern ein modernes und serviceorientierte Abfallzentrum bieten können», freut sich Landrätin Tamara Bischof. Zufrieden zeigt sich die Landkreischefin auch darüber, dass es gelungen sei, wieder einen zentralen und damit gut erreichbaren Standort für den Wertstoffhof zu finden. «Die Erschließung des conneKT-Technologieparks auf dem Gelände der ehemaligen Harvey-Kaserne war ein absoluter Glücksfall für uns», so Bischof weiter. In der Tat zeichnet sich das Gelände des künftigen Wertstoffhofes durch seine zentrale Lage im Landkreis aus. Günstig an den Hauptverkehrsachsen in der Stadt Kitzingen gelegen, kann das Areal im südwestlichen Teil des conneKT-Technologieparks leicht über eine eigene Zufahrt über die Panzerstraße schnell angefahren werden.

Wertstoffhof mit langer Tradition

Das neue Abgabezentrum für Wertstoffe und Abfälle wird den alten Wertstoffhof auf dem Betriebsgelände der Fa. Veolia Umweltservice Süd in der Richthofenstraße ablösen. Dieser kann auf eine lange Tradition zurückblicken, gibt es ihn doch schon seit 1984. Gestartet als «stationäre Sammelstelle für Abfälle» im Rahmen eines Modellprojekts wurde er 1986 zur festen Einrichtung. In den folgenden Jahren wurde das Annahmespektrum sukzessive erweitert und die Öffnungszeiten auf aktuell 49 Stunden pro Woche ausgedehnt. Der kleine Wertstoffhof musste in der Vergangenheit rund 55.000 Anlieferungen pro Jahr bewältigen. In den letzten Jahren stieß der alte Hof aufgrund seiner geringen Platzgröße von lediglich rund 1.500 Quadratmetern und der hohen Frequentierung aber an seine Kapazitätsgrenzen. Eine Ausweitung der Sammelfraktionen war kaum mehr möglich, die Verkehrsführung barg nicht unerhebliche Unfallrisiken und zum Wochenende hin oder in Urlaubszeiten führten hohe Anliefererzahlen nicht selten zu Rückstaus von Fahrzeugen bis zurück auf die Staatsstraße nach Volkach. Da sich trotz vielfältiger Anstrengungen seitens der Landkreisverwaltung die dringend notwendigen Verbesserungen am bisherigen Wertstoffhof nicht realisieren ließen, machte sich der Landkreis schließlich auf die Suche nach einem neuen Standort. Fündig wurde er im Technologiepark conneKT in der Stadt Kitzingen, wo 2016 ein verkehrsgünstig gelegenes Grundstück mit einer Fläche von 10.000 Quadratmetern erworben werden konnte. Nachdem die abfallwirtschaftliche Genehmigung vorliegt, kann nun mit dem Bau begonnen werden.

Betriebsbeginn Januar 2018

«Wenn alles klappt, wollen wir bereits Anfang Januar 2018 mit dem neuen Wertstoffhof in Betrieb gehen», gibt sich Philipp Kuhn, Chef der Kommunalen Abfallwirtschaft, zuversichtlich. Auf einer Fläche von rund 7.000 Quadratmetern wird den Bürgern dann ein modernes Zentrum für die Anlieferung von Wertstoffen und Abfällen zur Verfügung stehen. Aufgrund seiner Lage im süd-westlichen Areals des conneKT-Technologieparks wird der Wertstoffhof verkehrsgünstig erreichbar sein. Eine separate Einfahrspur soll dabei helfen, dass es bei großem Andrang nicht zu Rückstaus kommt. Die Verkehrsführung auf dem Wertstoffhof selbst wird kreuzungsfrei in Form eines Rundkurses angelegt, mit einer getrennten Zu- und Abfahrt für die Anlieferer. Zudem werden auf dem Gelände der Verkehr von Anlieferern und Entsorgungsfahrzeugen räumlich sauber getrennt sein. «Dieses Maßnahmenpaket soll dafür sorgen, dass unsere Bürger schnell und stressfrei ihre Entsorgungstour erledigen können», erläutert Dr. Reinhard Weikert von der Kommunalen Abfallwirtschaft, «und natürlich wollen wir damit auch erreichen, dass es möglichst zu keinen Unfällen kommt.»

Komfortable Anlieferung

Großen Wert bei der Planung wurde darauf gelegt, dass am neuen Wertstoffhof die Abgabe der Abfälle für die Anlieferer bequem und zeitgemäß erfolgen kann. Um dies zu erreichen, werden weite Teile des Anlieferbereichs überdacht, sodass die Anlieferer auch bei Regen oder Schnee nicht nass werden und gleichzeitig die Abfälle vor Feuchtigkeit geschützt sind. Des Weiteren werden sich große Gegenstände wie Sperrabfall oder Altholz bequem von oben in die bereitstehenden Container einfüllen lassen.

Zusätzliche Sammelfraktionen

Da künftig deutlich mehr Platz zur Verfügung stehen wird, wird es am neuen Wertstoffhof möglich sein, zusätzliche Abfallfraktionen anzunehmen. Das beginnt bei werthaltigen Metallen wie beispielsweise Aluminium, Kupfer und Messing, die in Zukunft getrennt gesammelt werden.Weiterhin können dann Altkleider, Altschuhe sowie Hartkunststoffe, wie Wäschekörbe, Spielzeug oder Einrichtungsgegenstände, abgegeben werden. Am neuen Wertstoffhof können zudem Kleinmengen an Bauschutt sowie Altholz, auch z.B. mit Holzschutzmitteln behandeltes wie Holzfenster, Holztüren oder Gartenzäune, angeliefert werden. Erhalten bleibt natürlich die Annahme von Sonderabfällen am Zwischenlager für Problemabfälle, das in den neuen Wertstoffhof integriert werden wird, und die gewohnte Palette an Wertstoffen, Elektroaltgeräten und weiteren Abfällen.

Für die Zukunft gerüstet

Der Betrieb des Wertstoffhofes wird zunächst auf drei Jahre extern ausgeschrieben. Das europaweite Vergabeverfahren dazu läuft gerade. Für später soll geprüft werden, ob der Landkreis den Wertstoffhof selbst betreibt, so wie jetzt bereits das Kompostwerk oder die Bauschuttdeponien. Mit dem neuen Wertstoffhof im conneKT-Technologiepark in Kitzingen wird ab dem kommenden Jahr ein modernes und bürgerfreundliche Servicezentrum für die Abgabe eines breiten Spektrums an Wertstoffen und Abfällen zur Verfügung stehen. Der Standort ist aufgrund seiner Größe für die nächsten Jahre, und wohl auch Jahrzehnte, zukunftsfähig aufgestellt, so dass auf weitere abfallwirtschaftliche Entwicklungen schnell und effizient reagiert werden kann.