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Buchsbaumzünsler: Kompostwerk wird mit dem Schädling fertig

Foto: Alexas Fotos / Pixabay.com CC0 Creative Commons

Auch im Landkreis Kitzingen richtet der Buchsbaumzünsler teils massive Fraßschäden an Buchsbäumen und -hecken an. Vielfach herrscht Unsicherheit, wie man befallene Pflanzenteile und Schnittgut richtig entsorgt. Wir haben die Antworten.

Schädling setzt dem Buchs erheblich zu

Der aus Asien eingeschleppte Buchsbaumzünsler breitet sich seit Jahren in Deutschland aus und verursacht massive Schäden an Buchsbäumen und -hecken. Bei dem Schädling handelt es sich um einen Falter, der seine Eier hauptsächlich an den äußeren Blättern des Buchsbaums ablegt. Aus diesen Eiern schlüpfen schließlich die Raupen, die zunächst die Blätter des Buchsbaums und anschließend sogar die Rinde an den Ästen fressen. Dabei sterben alle Pflanzenteile oberhalb der Fraßstelle ab. Der Buchsbaumzünsler verbreitet sich schnell. Pro Jahr können bis zu vier Schädlingsgenerationen entstehen. Nach dem Herausschneiden von befallenen Pflanzenteilen oder dem Entfernen ganzer Pflanzungen stellt sich die Frage, ob das anfallende Material schadlos über die Kompostierung verwertet werden kann.

Kompostwerk wird mit dem Schädling fertig

Pflanzenteile und Schnittgut, die mit dem Buchsbaumzünsler befallen sind, gehören nicht auf den Komposthaufen im eigenen Garten. Bei der Eigenkompostierung werden die für die Abtötung der Raupen notwendigen Temperaturen nicht sicher erreicht. Auch die Häckselplätze in den Gemeinden scheiden als Entsorgungsmöglichkeit aus, da das Material dort häufig über einen längeren Zeitraum liegt und damit die Gefahr besteht, dass sich der Schädling ungehindert ausbreitet.

Das Kompostwerk Klosterforst dagegen wird problemlos mit dem Schädling fertig. Das Grüngut wird dort schnell verarbeitet und zu großen Mieten aufgesetzt, die sich in kurzer Zeit stark erhitzen. Die hohen Temperaturen werden in den Mieten über mehrere Wochen gehalten, so dass die verschiedenen Stadien des Buchsbaumzünslers sicher abgetötet werden.

Verwertungsmöglichkeiten konkret

  • Kompostwerk Klosterforst: Wer die vom Buchsbaumzünsler befallenen Pflanzenteile oder Pflanzungen in einem Rutsch loshaben möchte, kann das Material am Kompostwerk Klosterforst abgeben. Für Privathaushalte aus dem Landkreis Kitzingen ist ein Kubikmeter gebührenfrei, größere Mengen werden gegen Gebühr angenommen (Auskunft unter Tel. 09325 9717-0). Das Kompostwerk liegt in der Nähe der Stadt Kitzingen und ist über die Kreisstraße KT 12 (Verbindungsstraße Großlangheim - Hörblach) zu erreichen. Geöffnet hat die Anlage montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr und samstags von 9 bis 12 Uhr.
  • Biotonne: Fallen kleinere Mengen an, so können die befallenen Pflanzenteile auch bedenkenlos in die braunen Tonne gegeben werden.
  • Grüngutsack: Reicht die Biotonne nicht aus, kann zum offiziellen Grüngutsack des Landkreises gegriffen werden. Der Sack fasst 120 Liter und kostet 5,60 Euro. Die Grüngutsäcke können dann bei der Abfuhr der Biotonne mit dazugestellt werden. Wo es die Säcke zu kaufen gibt, kann man hier nachschauen.

Ihre Ansprechpartner

Nikolaus Schneider

Landratsamt Kitzingen


Betriebsleiter

Kompostwerk Klosterforst
97320 Großlangheim

Klosterforst

+49 (9325) 9717-0

+49 (9325) 9717-25

www.abfallwelt.de

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