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Abfallbilanz 2023: Kitzinger Haushalte produzieren nur noch 66 Kilogramm Restabfall

Foto: Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Im vergangenen Jahr bekam die graue Tonne erneut weniger Futter und das Gesamtaufkommen der Abfälle sank auf einen historischen Tiefststand.

Restabfallmengen so gering wie noch nie

«Mit der Einführung des Ident-Systems haben wir alles richtig gemacht», erklärt Landrätin Tamara Bischof mit Blick auf die Abfallzahlen des letzten Jahres. Die Freude ist berechtigt, da die Restabfallmengen, die in der grauen Tonne landen, 2023 erneut sanken und zwar auf einen historischen Tiefstwert von durchschnittlich nur noch 66 Kilogramm pro Einwohner und Jahr. In absoluten Zahlen ausgedrückt fielen im Landkreis Kitzingen letztes Jahr nur noch insgesamt 6.159 Gewichtstonnen Restabfall an.

Im Rest der Republik sieht das noch anders aus. Im Rahmen einer bundesweiten Hausmüllanalyse im Auftrag des Umweltbundesamts (Bericht von 2020) wurde für Deutschland eine durchschnittliche Restabfallmenge von 128 Kilogramm pro Einwohner und Jahr ermittelt. Das Bayerische Landesamt für Umwelt gibt für Bayern einen Wert von 141 Kilogramm pro Einwohner und Jahr an. Der Vergleich zeigt, dass sich der Landkreis Kitzingen auf einem guten Weg befindet, das umweltpolitische Ziel einer echten Kreislaufwirtschaft, in der kaum noch Restmüll anfällt und die Rohstoffe wiederverwendet werden, zu erreichen.

Wertstoffaufkommen sinkt leicht

2023 wurden im Landkreis insgesamt 34.077 Tonnen an Wertstoffen getrennt eingesammelt. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies ein Minus von 5 Prozent. Wirft man einen Blick auf die einzelnen Fraktionen des Wertstoffkuchens, so verringerten sich insbesondere beim Grüngut die Sammelmengen beträchtlich. Ein Auf und Ab ist bei den Grünabfällen nicht ungewöhnlich, da ihr jährliches Aufkommen stark vom Verlauf der jeweiligen Vegetationsperiode bestimmt wird. Deutlich gesunkene Sammelmengen gab es auch bei den Papierabfällen sowie in geringerem Umfang bei den Bioabfällen und den Wertstoffen, die in den Gelben Sack geworfen werden.

Nicht verwertbare Abfälle stagnieren

Die Gesamtmenge der Abfälle, die sich nicht verwerten ließen und daher umweltschonend beseitigt werden mussten, legte im Jahr 2023 minimal auf 8.273 Tonnen zu. Während der Restabfall gegenüber dem Vorjahr um fast 6 Prozent abnahm, gab es bei den sperrigen Abfällen einen deutlichen Sprung nach oben. Nach der Corona-Zeit waren die Keller und Dachböden leer, was sich in den außergewöhnlich niedrigen Mengen an Sperrabfall im Jahr 2022 bemerkbar machte. 2023 pendelten sich die Mengen nun lediglich wieder auf das Niveau der Vor-Corona-Zeit ein.

Recyclingquote bei 80,5 Prozent

Weniger Wertstoffe und stagnierende Entsorgungsmengen. Da überrascht es nicht, dass das gesamte Abfallaufkommen im vergangenen Jahr mit 42.350 Tonnen um fast 4 Prozent nachgab. Seit Einführung des Ident-Systems bei der Müllabfuhr markiert dieser Wert das bisher niedrigste Gesamtabfallaufkommen im Landkreis Kitzingen. Die Recyclingquote blieb mit 80,5 Prozent nahezu unverändert auf einem hohen Niveau.

Das durchschnittliche Pro-Kopf-Aufkommen lag 2023 bei insgesamt 452 Kilogramm pro Einwohner und Jahr (2022: 472 Kilogramm). Davon wurden 364 Kilogramm getrennt gesammelt und konnten verwertet werden. Entsorgt werden mussten lediglich 88 Kilogramm.

Weitere Informationen

Die unten stehende Tabelle zeigt einen Vergleich der wichtigsten Abfallkennzahlen aus den Jahren 2022 und 2023. Die Grafik gibt einen Überblick über das einwohnerspezifische Abfallaufkommen im Jahr 2023.

Den ausführlichen Bericht zur Abfallbilanz 2023 gibt es hier auf der Homepage der Kommunalen Abfallwirtschaft unter www.abfallwelt.de. Dort finden sich auch die Bilanzen der Vorjahre.

Ihr Ansprechpartner

Harald Heinritz

Landratsamt Kitzingen


Kommunale Abfallwirtschaft Abfallberater

Kaiserstraße 4
97318 Kitzingen

1.13.15

+49 (9321) 928-1206

+49 (9321) 928-1299

www.abfallwelt.de