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Klares Nein zur Tonne: Es bleibt beim Gelben Sack

Foto: Reinhard Weikert / abfallbild.de

Plastik- und Metallverpackungen werden im Landkreis auch weiterhin im Gelben Sack gesammelt. Der Einführung der Gelben Tonne erteilte der Umwelt- und Klimaausschuss eine klare Absage.

Verpackungsmüll aus Plastik und Metall soll im Landkreis Kitzingen auch zukünftig im Gelben Sack gesammelt werden. Das hat der Umwelt- und Klimaausschuss am vergangenen Freitag einstimmig beschlossen und damit der Einführung einer Gelben Tonne eine Absage erteilt. Der Hauptgrund für das klare Nein: Die Tonne wäre nur mit einer vierwöchigen Abfuhr zu haben gewesen.

Im ersten Quartal des kommenden Jahres wird die Sammlung von Plastik- und Metallverpackungen im Landkreis Kitzingen neu ausgeschrieben. Zuvor sind die Dualen Systeme, die deutschlandweit für die Sammlung und Verwertung von Verpackungsmaterialien zuständig sind, aber dazu angehalten, den Entsorgungsstandard der Sammlung mit dem Landkreis abzustimmen.

Diese Abstimmung ist meist keine leichte Aufgabe für die Verwaltung am Landratsamt, denn mittlerweile gibt es am Markt zehn Duale Systeme und im nächsten Jahr sollen noch einmal drei dazukommen. Die Dualen Systeme losen in regelmäßigen Abständen den Landkreisen und Städten einen sogenannten Verhandlungsführer aus ihrer Mitte zu. Dieser führt dann die Gespräche mit der Kommune.

Gelbe Tonne nur mit vierwöchiger Leerung

Bei den diesjährigen Abstimmungsverhandlungen boten die Dualen Systeme dem Landkreis die Einführung einer Gelben Tonne an, die den – teils geliebten, teils ungeliebten – Gelben Sack ablösen sollte. Dabei müsste der Landkreis aber eine Kröte schlucken: Die Gelbe Tonne gäbe es nur mit einer vierwöchigen Abfuhr. Der Forderung von Seiten des Landkreises, die Tonne 14-tägig zu leeren, wurde eine klare Absage erteilt.

Die Gelbe Tonne ist derzeit in ganz Deutschland auf dem Vormarsch. Viele Landkreise haben sich in den letzten Jahren vom Gelben Sack oder von einer Sammlung an Wertstoffhöfen verabschiedet und lassen Kunststoff- und Metallverpackungen jetzt über eine 240-Liter-Tonne sammeln. In den meisten Fällen wird die Gelbe Tonne dabei nur alle vier Wochen geleert, was für viele Kommunen und deren Bürgerinnen und Bürger allerdings keine große Veränderung bedeutet, da auch der Gelbe Sack zuvor nur in diesem Turnus abgeholt wurde.

In Unterfranken dominiert nach wie vor der Gelbe Sack, der in neun der zwölf Landkreise und Städte zum Einsatz kommt. Lediglich die Landkreise Haßberge und Würzburg sind vor Kurzem auf die Gelbe Tonne umgestiegen, die dort alle vier Wochen abgefahren wird. Im Landkreis Schweinfurt existiert seit vielen Jahren ein Mischsystem aus Tonne und Sack, das so heute nicht mehr bei den Dualen Systemen durchsetzbar wäre. Im mittelfränkischen Nachbarlandkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim hielt die Gelbe Tonne im Jahr 2020 Einzug. Auch dort wird sie nur alle vier Wochen geleert.

Auf der Suche nach dem besten System

Doch was ist das bessere System für die Sammlung der Kunststoff- und Metallverpackungen? Die Meinungen darüber gehen auseinander, denn beide Systeme haben ihre Stärken und Schwächen, die schon in der Vergangenheit häufig sehr kontrovers diskutiert wurden. So ist es nicht verwunderlich, dass es bei Befragungen meist zu einem annähernden Meinungspatt kommt, bei dem einmal die Gelbe Tonne knapp die Nase vorn hat, ein anderes Mal der Gelbe Sack. Die öffentliche Meinung im Landkreis Kitzingen bildet hier keine Ausnahme.

Nach der Entscheidung des Umwelt- und Klimaausschusses bleibt nun alles beim alten: In den nächsten Jahren wird der Gelbe Sack im Landkreis weiterhin zum gewohnten Straßenbild gehören.

Ihr Ansprechpartner

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Kommunale Abfallwirtschaft

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