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Kreischefin Tamara Bischof freut sich über hochwertigen Kompost

Philipp Kuhn und Nikolaus Schneider von der Kommunalen Abfallwirtschaft informierten Landrätin Tamara Bischof über die Kompostierung.

Foto: Corinna Petzold / Landratsamt Kitzingen

11.000 Tonnen Kompost pro Jahr

Wie viel Plastik ist eigentlich im Kitzinger Kompost? Darüber wollte sich Landrätin Tamara Bischof bei ihrem Besuch im Kompostwerk Klosterforst einen Eindruck verschaffen.

Im Landkreis Kitzingen werden jährlich rund 13.000 Tonnen Grüngut von den Shredderplätzen und den privaten Anlieferungen erfasst und zu hochwertigem Kompost aufgearbeitet. Zusätzlich werden rd. 6.000 Tonnen an grünen Abfällen gegen Gebühr angenommen. Das Kompostwerk stellt jährlich rd. 11.000 Tonnen Kompost her.

Die Abfälle werden maschinell geshreddert und kompostiert. Enthaltene Störstoffe wie Plastik oder Glas werden ebenfalls zerkleinert und könnten danach nicht mehr ausgeschleust werden. In der Folge würden diese zerkleinerten Störstoffe in den Gärten und auf den Feldern im Landkreis verteilt. Um dies zu vermeiden müssen sämtliche Störstoffe aussortiert werden.

Nachhaltigkeit ist Trumpf

«Wir betreiben einen hohen Aufwand, um einen plastikfreien Kompost herzustellen und leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Nachhaltigkeit und einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft», freut sich Landrätin Tamara Bischof.

Hierzu werden mehrere Verfahrensschritte angewendet. Am Anfang steht eine Eingangskontrolle, um verunreinigte Chargen frühzeitig zu erkennen. Die kritischen Anlieferungen werden separiert. Im zweiten Schritt erfolgt eine Aussortierung der Störstoffe. «Hier ist leider Handarbeit notwendig, da durch die inhomogene Zusammensetzung maschinelle Verfahren nicht den gewünschten Erfolgt bringen», weiß Nikolaus Schneider, Betriebsleiter des Kompostwerks.

Sämtlicher Kompost, der als Fertigprodukt den Standort Klosterforst verlässt, wird analysiert. Wesentliche Parameter sind der Nährstoffgehalt, der Nachweis auf Freiheit von Salmonellen und keimfähigen Samen sowie die Ermittlung der Störstoffe als Flächensumme. Der Grenzwert der Flächensumme wurde kürzlich um rund 66% verschärft.

Der Erfolg gibt den Kompostwerkern Recht. Erfreuliche Nachricht ist, dass zwischen 60% und 95% der Analysen belegen, dass der Kitzinger Kompost keinerlei Störstoffe enthält. Die weiteren Analysen zeigen, dass nur ein geringer Störstoffgehalt innerhalb der erlaubten Grenzwerte vorhanden ist.

Der Kompost erfüllt unter anderem aufgrund der geringen Störstoffgehalte die strengen Auflagen der ökologischen Landwirtschaft und wird durch Biolandwirte verwendet.

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