Grün- und Gartenabfälle

Wohin mit den Grün- und Gartenabfällen?

Bildquelle: Harald Heinritz / abfallbild.de

Im Garten fallen zahlreiche Grünabfälle an, angefangen bei Rasenschnitt über Laub bis hin zu Strauch- und Baumschnitt. Für Grün- und Gartenabfälle bieten sich im Landkreis Kitzingen zahlreiche Entsorgungsmöglichkeiten an.

Vor Problemen steht man häufig, wenn es um die Entsorgung von kranken Pflanzen und unerwünschten Pflanzen geht, die bei uns eingewandert sind und heimische Arten verdrängen (sogenannte Neophyten). Auf dieser Seite nennen wir Ihnen auch dafür die richtigen Entsorgungswege.

Wohin der ausgediente Christbaum nach Weihnachten gehört, verraten wir hier.

Biotonne

Der einfachste Weg ist die Biotonne. Gartenbesitzern bieten wir dabei die Möglichkeit, eine kleine Restabfalltonne mit einer größeren Biotonne zu kombinieren (z.B. Kombination aus 60-Liter-Restabfalltonne und 120-Liter-Biotonne oder 240-Liter-Biotonne). Alle Kombinationsmöglichkeiten und die dazugehörigen Gebühren finden Sie hier.

Offizieller Grüngutsack

Reicht die Biotonne kurzfristig einmal nicht aus, kann man unseren offiziellen Grüngutsack nutzen. Er fasst 120 Liter und kann bei der Abfuhr der Bionne mit dazugestellt werden.

Kompostwerk Klosterforst

Grünabfälle können auch am Kompostwerk Klosterforst angeliefert werden. Für Privathaushalte aus dem Landkreis Kitzingen ist die Abgabe von 1 Kubikmeter pro Jahr kostenfrei. Voraussetzung ist, dass das Grundstück, von dem die Abfälle stammen, an die kommunale Abfallentsorgung angeschlossen. Größere Mengen an Grüngut und Wurzelstöcke werden ebenfalls angenommen; das kostet dann aber.

    Grüngutcontainer

    Verschiedene Landkreisgemeinden bieten ihren Bürgerinnen und Bürgern den Service eines Grüngutcontainers an. Die Stadt- oder Gemeindeverwaltung kann hierzu Auskunft geben. Sie informiert auch über den Standort sowie die Annahmezeiten und -bedingungen.

    Häckselaktion

    Der Landkreis bietet allen Gemeinden an, pro Jahr an zwei Häckselaktionen teilzunehmen. Die Stadt- oder Gemeindeverwaltung informiert über den Häckselplatz und die Termine der Aktion. An den Häckselplätzen dürfen ausschließlich Baum- und Strauchschnitt angeliefert werden, keinesfalls aber Rasenschnitt, Laub oder Holzkisten.

    Wohin mit «Problempflanzen»?

    Bei Pflanzen, die von Krankheiten befallen sind, stellt man sich häufig die Frage, wohin damit. In der Regel können kranke Pflanzen oder Pflanzenteile bedenkenlos in die Biotonne gegeben werden – mit einer wesentlichen Ausnahme (Ambrosia). Auch Pflanzen, die bei uns eingewandert sind und heimische Arten verdrängen (sogenannte Neophyten), sind in der braunen Tonne richtig aufgehoben.

    Im Folgenden geben wir einen Überblick über den richtigen Entsorgungsweg für einige Neophyten und kranke Pflanzen.

    Neophyt Ambrosia

    Ambrosiapollen sind starke Allergene, die zu Heuschnupfen und Asth­ma führen können.

    Ambrosiapflanzen gehören in einer Plastiktüte verpackt in die Restabfalltonne. Der Inhalt der grauen Tonne wird im Müllheizkraftwerk verbrannt, sodass die Pflanze zuverlässig vernichtet wird.

    Neophyten Goldrute, Orientalisches Zackenschötchen, Riesen-Bärenklau

    Für diese Pflanzen gibt es folgende Entsorgungsmöglichkeiten:

    Die Temperaturen bei der Vergärung bzw. Kompostierung gewährleisten, dass deren Samen zuverlässig abgetötet werden.

    Keine Entsorgungsoption sind dagegen die Grüngutcontainer und Häckselplätze in den Gemeinden, da hier das Risiko von Samenflug und damit einer weiteren Ausbreitung besteht. Auch der Komposthaufen im eigenen Garten ist dafür nicht geeignet.

    Jakobskreuzkraut

    Für diese Pflanze gibt es folgende Entsorgungsmöglichkeiten:

    Die Temperaturen bei der Vergärung bzw. Kompostierung gewährleisten, dass deren Samen zuverlässig abgetötet werden.

    Keine Entsorgungsoption sind dagegen die Grüngutcontainer und Häckselplätze in den Gemeinden, da hier das Risiko von Samenflug und damit einer weiteren Ausbreitung besteht. Auch der Komposthaufen im eigenen Garten ist dafür nicht geeignet.

    Kastanienlaub, das von der Miniermotte befallen ist

    Nach wie vor leiden viele Kastanienbäume unter der Miniermotte. Der Schädling ist verantwortlich dafür, dass die Kastanien bereits im August oder September ihre Blätter verlieren. Um den Schädlingsbefall einzudämmen und eine dauerhafte Schwächung der Bäume zu verhindern, ist es unverzichtbar, das Laub umgehend und sorgfältig aus dem Garten zu entfernen. Wird dies versäumt, überwintern die Puppen der Miniermotte und befallen die Kastanienbäume im Jahr darauf erneut.

    Für Kastanienlaub, das von der Miniermotte befallen ist, bieten sich folgende Entsorgungswege an:

    Die Temperaturen beim Rottevorgang töten die Larven und Puppen des Schädlings zuverlässig ab. Das gewährleistet am Ende einen schädlingsfreien Kompost.

    Keine Entsorgungsoption sind dagegen die Grüngutcontainer und Häckselplätze in den Gemeinden. Auch der Komposthaufen im eigenen Garten ist dafür nicht geeignet.

    Tomatenpflanzen, die von der Kraut- und Braunfäule befallen sind

    Ein Pilz verursacht die weit verbreitete Fäulnis bei Tomaten, die Blätter und Früchte innerhalb kurzer Zeit vernichtet. Um eine Ausbreitung der Pilzsporen zu verhindern, müssen alle befallenen Pflanzenteile rasch aus dem Garten entfernt werden.

    Für Tomatenpflanzen, die von der Kraut- und Braunfäule befallen sind, bieten sich folgende Entsorgungswege an:

    Die hohen Temperaturen bei der Vergärung oder Kompostierung im Kompostwerk töten den Pilz zuverlässig ab.

    Keine Entsorgungsoption sind dagegen die Häckselplätze in den Gemeinden oder der Komposthaufen im eigenen Garten.

    Ihr Ansprechpartner

    Serviceteam Abfallberatung

    Landratsamt Kitzingen


    Kommunale Abfallwirtschaft

    Kaiserstr. 4
    97318 Kitzingen

    1.13.15

    +49 (9321) 928-1234

    +49 (9321) 928-1299

    http://www.abfallwelt.de

    Download von Informationen