Elektro- und Elektronikgeräte stellen eine breit gefächerte und sehr dynamische Produktgruppe dar, die einerseits durch immer kürzer werdende Lebenszyklen und steigende Verkaufszahlen und andererseits durch eine lange Lebensdauer und hohe Wertstoffgehalte gekennzeichnet ist. Allein in den deutschen Privathaushalten fielen in den vergangenen acht Jahren durchschnittlich 720.000 Tonnen an Altgeräten pro Jahr an.
Elektro- und Elektronikgeräte enthalten eine Vielzahl von Stoffen und Materialien. Werden Elektro- und Elektronikaltgeräte nicht sachgerecht, das heißt zum Beispiel über den Hausmüll entsorgt, kann es aufgrund der zum Teil noch enthaltenen Schadstoffe zu Umweltrisiken kommen. Neben Schadstoffen wie Schwermetallen und Fluorchlorkohlenwasserstoffen (FCKW) enthalten Elektronikaltgeräte aber auch Wertstoffe, die es zurückzugewinnen und somit im Kreislauf zu führen gilt. Dadurch können Primärrohstoffe (und damit deren aufwändige Gewinnung) ersetzt und ein wesentlicher Beitrag zur Schonung der natürlichen Ressourcen geleistet werden.
Seit 2006 gibt es das Elektro- und Elektronikgerätegesetz (ElektroG), das die umweltschonende Entsorgung von Elektro- und Elektronikaltgeräten regelt. Seither ist es verboten, diese einfach in den Hausmüll zu werfen. Das Gesetz wurde in der Zwischenzeit mehrfach novelliert.
Der Landkreis Kitzingen hat alle Vorgaben des Gesetzes umgesetzt und bietet ein breites Spektrum an Abgabemöglichkeiten für alte Fernseher, Waschmaschinen, Haartrockner, Computer, Handys & Co. an.
Grundsätzlich für alle haushaltsüblichen Elektro- und Elektronikgeräte, die in Privathaushalten und bei anderen Herkunftsbereichen Verwendung finden. Eine ausführliche Beispielliste haben wir hier zusammengestellt.
Für Elektro- und Elektronikgeräte rein gewerblicher Art (z.B. Werkzeugmaschinen, Spezialwerkzeuge, medizinische Untersuchungsgeräte) gelten besondere Bestimmungen.
Elektro- und Elektronikaltgeräte können an den kommunalen Sammelstellen des Landkreises Kitzingen oder beim Handel kostenfrei abgegeben werden. Mehr Informationen dazu gibt es hier.
Die Erfassung von Altgeräten aus privaten Haushalten darf nur von öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgern, Vertreibern sowie Herstellern oder im Fall der Bevollmächtigung nach § 8 Elektro- und Elektronikgesetz (ElektroG) von deren Bevollmächtigten vorgenommen werden. Das bedeutet, dass eine gewerbliche oder gemeinnützige Sammlung durch einen Sammler rechtlich nicht zugelassen ist.
Leistungsfähige Elektro- und Elektronikgeräte sind heute in der Regel mit Lithiumbatterien bzw. -akkus ausgestattet. Diese sogenannten Hochenergiebatterien bergen u. a. ein erhöhtes Brandrisiko, weswegen für die Sammlung und den Transport von Geräten, die Lithiumbatterien oder -akkus enthalten, und für die Energiespender selbst besondere Sicherheitsbestimmungen gelten.
Daher sollten ganz allgemein Batterien und Akkus aus dem Gerät herausgenommen werden, bevor die Altgeräte an der kommunalen Sammelstelle abgegeben werden. Dies aber nur dann, wenn es leicht und ohne Werkzeug möglich ist.
Die ausgebauten Batterien oder Akkus können am Wertstoffhof Kitzingen und an den Wertstoffsammelstellen gleich mit abgegeben werden.
Auf den zu entsorgenden Elektroaltgeräten können sich sensible personenbezogene Daten befinden (etwa auf einem Computer, Tablet, Smartphone, USB-Stick oder einer Festplatte), die nicht in die Hände Dritter gelangen sollten. Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass Endnutzer von Altgeräten eigenverantwortlich für die Löschung personenbezogener Daten auf den zu entsorgenden Altgeräten sorgen müssen.
Nach dem Willen des Gesetzgebers sollen sie je nach Möglichkeit wiederverwendet, stofflich verwertet bzw. von Schadstoffen befreit werden. Was nicht verwertbar ist, muss umweltverträglich entsorgt werden.
Das Elektro- und Elektronikgerätegesetz ermöglicht es Verbraucherinnen und Verbrauchern, auch ausgediente Photovoltaik-Module kostenfrei zurückzugeben.
Im Landkreis Kitzingen werden Kleinmengen an Photovoltaik-Modulen (maximal 10 Paneele) am Wertstoffhof Kitzingen angenommen. Größere Mengen können an der zentralen Sammelstelle für Elektroaltgeräte am Kompostwerk Klosterforst abgegeben werden. Dazu ist zwingend vorab ein Anliefertermin zu vereinbaren: Tel. 09325 9717-0.
An den gemeindlichen Sammelstellen werden Photovoltaik-Module nicht angenommen.
Nachtspeicherheizgeräte (Nachtspeicheröfen, Elektrospeicherheizgeräte) fallen ebenfalls unter das Elektro- und Elektronikgerätegesetz. Da sie aber viele schadstoffhaltige Bauteile enthalten, können wir Sie nur unter bestimmten Voraussetzungen annehmen, die vor allem der Sicherheit dienen.
Alle Informationen zur Abgabe von Nachtspeicheröfen haben wir hier zusammengestellt.
Das Symbol der «durchgestrichenen Mülltonne» findet man auf allen Elektro- und Elektronikgeräten, die ab 2006 produziert wurden.
Das Symbol weist darauf hin, dass das Gerät am Lebensende nicht in den normalen Hausmüll gehört, sondern in die Sammlung für Elektro- und Elektronikaltgeräte.
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