Sammlung von Erntekunststoffen und Pflanzenschutzmittelverpackungen

Sammelaktion für landwirtschaftliche Betriebe

Zweimal im Jahr führen wir eine Sammlung von Erntekunststoffen (Agrarfolien) und Pflanzenschutzmittelverpackungen durch. Diese Sammelaktion richtet sich ausschließlich an landwirtschaftliche Betriebe und wird am Kompostwerk Klosterforst durchgeführt.

Organisiert wird die Sammlung von den Rücknahmesystemen ERDE und PAMIRA. Erntekunststoffe (Agrarfolien) und Pflanzenschutzmittelverpackungen werden von Seiten der Kommunalen Abfallwirtschaft des Landkreises Kitzingen ausschließlich im Rahmen dieser beiden Sammelaktionen angenommen.

Gut zu wissen: Folien und Hohlkörper dürfen mit einer einzelnen Schnur gebunden sein. Die Schnur muss bei Anlieferung nicht entfernt werden.

Bei der Sammlung am Kompostwerk Klosterforst werden außer Agrarfolien und Pflanzenschutzmittelverpackungen keine weiteren Kunststoffabfälle angenommen. Hartkunststoffabfälle wie beispielsweise leere Baueimer, Kisten, Wassertonnen, Haushaltswannen, Wäschekörbe, Gießkannen, Gartenmöbel und Spielsachen können ganzjährig und kostenfrei am Wertstoffhof abgegeben werden. Kanister für Stallreiniger oder ähnliche gewerbliche Anwendungen hingegen sind kein Fall für den Wertstoffhof. Diese sind fachgerecht über den jeweiligen Entsorgungspartner des Herstellers zu entsorgen.

Agrarfolien (Erntekunststoffe)

Foto: Harald Heinritz / abfallbild.de

Bei der Abgabe von Agrarfolien (Erntekunststoffe) ist der erste Kubikmeter (entsprechend 250 Kilogramm) frei. Für größere Mengen wird – nach Abzug der Freimenge – eine Gebühr von 92,60 EUR pro Gewichtstonne erhoben.

Die Folien werden bei Anlieferung verwogen. Die Gebühr kann sofort gezahlt werden; alternativ ist eine Überweisung möglich.

Es besteht die Möglichkeit, dass sich mehrere Anlieferer zusammenschließen und gemeinsam Folien anliefern. Alle Anlieferer können dabei die Freimenge von 250 Kilogramm nutzen. Dazu ist eine Anlieferliste vollständig auszufüllen. Die Anlieferliste kann hier auf dieser Seite heruntergeladen werden.

Ein Beispiel: Fünf Landwirte einer Ortschaft verladen Agrarfolie gemeinsam auf einen Anhänger. Ein Landwirt liefert die Folien an. Die Anliefermenge beträgt 2.250 kg. Bei Vorlage der Anlieferliste findet eine kostenfreie Menge von 5 x 250 kg = 1.250 kg Berücksichtigung. Für die übersteigende Menge in Höhe von 1.000 kg (2.250 kg - 1.250 kg) wird die Gebühr von 92,60 Euro pro Tonne erhoben. Die interne Aufteilung der Gebühren erfolgt zwischen den beteiligten Landwirten.

Informationen zur Abgabe von Agrarfolien sind auch in einem Flyer des Rücknahmesystems ERDE zusammengestellt, der hier auf dieser Seite heruntergeladen werden kann.

Erntekunststoffe – Das wird angenommen:

Sammelfraktion 1Sammelfraktion 2Sammelfraktion 3
Silo-AbdeckfolienStretchfolienBallennetze
Sie müssen bereits an der Betriebsstätte
in separaten Säcken gesammelt werden.
Silo-Unterziehfolien

Wickelfolien

Silo-FolienschläucheNetzersatzfolien von Silageballen


Wichtiger Hinweis: Die drei Fraktionen müssen getrennt voneinander angeliefert werden.

      Annahmekriterien für Erntekunststoffe

      • Die genannten Sammelfraktionen müssen getrennt voneinander angeliefert werden.
      • Die Erntekunststoffe müssen besenrein und frei von Fremdstoffen sein.
      • Die Erntekunststoffe dürfen nicht länger als drei Meter am Stück sein und müssen fest gebündelt abgegeben werden.
      • Bei der Abgabe spielt es keine Rolle, wo die Erntekunststoffe gekauft wurden oder von welchem Hersteller sie stammen.

      Erntekunststoffe – Das wird nicht angenommen:

      • Verschmutzte Folien
      • Foliengemische
      • Verfrühungsfolien wie Spargel-, Mulch- und Erdbeerlochfolien
      • Folien, die mit Fremdmaterialien wie beispielsweise Eisen, Holz oder Reifen vermischt sind.
      • Verpackungsfolien und -säcke. Verpackungen aus Kunststoff (z.B. Torf-, Kunstdünger- und Futtermittelsäcke), Verbundmaterial und Styropor gehören in den Gelben Sack oder können kostenfrei am Wertstoffhof Kitzingen abgegeben werden. Für Transportverpackungen gilt eine Rücknahmeverpflichtung des Herstellers und Vertreibers.
      • Big-Bags
      • Planen mit Faserstruktur
      • Luftpolsterfolien

      Pflanzenschutzmittelverpackungen

      Foto: Harald Heinritz / abfallbild.de

      Die Annahme von leeren Pflanzenschutzmittelverpackungen ist kostenfrei und mengenunabhängig..

      Angenommen werden ausschließlich Verpackungen für Pflanzenschutzmittel und Flüssigdünger, die über das Lizenzsystem PAMIRA erfasst sind.

      Pflanzenschutzmittelverpackungen anderer Lizenzsysteme können nicht abgegeben werden.

      Über weitere Sammelstellen und -termine des Rücknahmesystems PAMIRA in der Region informiert die Homepage von PAMIRA.

      Pflanzenschutzmittelverpackungen – Das wird angenommen:

      • Pflanzenschutzmittelverpackungen aus Kunststoff (Kunststoffkanister)
      • Volumenflexible Verpackungen wie Säcke, Beutel und Schachteln aus Kunststoff und Papier

      Annahmekriterien für Pflanzenschutzmittelverpackungen

      Damit das Rücknahmesystem PAMIRA eine sichere und umweltgerechte Entsorgung und Wiederverwertung der zurückgenommenen Verpackungen gewährleisten kann, sind bei der Abgabe einige Dinge zu beachten:

      • Alle Verpackungen für Pflanzenschutzmittel müssen bei der Abgabe restentleert, sorgfältig ausgespült, offen, trocken sowie innen und außen sauber sein.
      • Behälter mit einem Volumen von über 50 Liter müssen mittig durchtrennt sein.
      • Die Verschlussdeckel werden separat angenommen.

      Pflanzenschutzmittelverpackungen – Das wird nicht angenommen:

      • Verschlossene Pflanzenschutzmittelverpackungen
      • Verschmutzte Pflanzenschutzmittelverpackungen
      • Verpackungen mit Restinhalten
      • Fremdverpackungen wie beispielsweise Kanister und Fässer für Reinigungsmittel, Stallreiniger, Motorenöl
      • Nicht von PAMIRA lizensierte Verpackungen

      Die Sammeltermine

      SammelstandortSammeltermine Frühjahr 2020Sammeltermine Herbst 2020
      Kompostwerk Klosterforst

      25. Februar

      9.00 - 17.00 h

      3. November

      9.00 - 17.00 h

      26. Februar

      9.00 - 17.00 h

      4. November

      9.00 - 17.00 h

      27. Februar

      9.00 - 17.00 h

      5. November

      9.00 - 17.00 h


      Die Sammeltermine finden sich auch in der abfallwelt-App.

      Keine Kunststoffabfälle aus Haushalten

      Bei der Sammlung am Kompostwerk Klosterforst werden keine Kunststoffabfälle aus Haushalten angenommen. Diese können wie folgt entsorgt werden:

      • Hartkunststoffabfälle wie beispielsweise leere (Bau-)Eimer, Kisten, Wassertonnen, Haushaltswannen, Wäschekörbe, Gießkannen, Gartenmöbel und Spielsachen können kostenfrei am Wertstoffhof Kitzingen abgegeben werden.
      • Kunststoffverpackungen aus Haushalten gehören in den Gelben Sack. Sie werden kostenfrei auch am Wertstoffhof angenommen.
      • Kleinmengen an nicht verwertbaren Kunststoffabfällen wie Kunststoffschuhe und Kunststoffbekleidung, geschäumte Kunststoffe und Styropor können entweder in die Restabfalltonne gegeben oder kostenpflichtig als Kleinmenge Restabfall am Wertstoffhof angeliefert werden.

      Ihr Ansprechpartner

      Serviceteam Abfallberatung

      Landratsamt Kitzingen


      Kommunale Abfallwirtschaft

      Kaiserstr. 4
      97318 Kitzingen

      1.13.15

      +49 (9321) 928-1234

      +49 (9321) 928-1299

      http://www.abfallwelt.de
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