Neues Annahmekonzept für Bauschutt und Bodenaushub auf den Bauschuttdeponien

Am 1. August 2018 geht es los

Foto: geralt / Pixabay.com CC0 Creative Commons

Ab dem 1. August 2018 gilt für die Bauschuttdeponien des Landkreises Kitzingen ein neues Annahmekonzept für Bauabfälle. Damit setzt der Landkreis die verschärften gesetzlichen Vorgaben zur Ablagerung von Baureststoffen auf Bauschuttdeponien in die Praxis um. Diese Vorgaben dienen letztlich dem Schutz von Mensch und Umwelt.

Die Deponieverordnung (DepV) regelt die Vorgehensweise bei der Deponierung von mineralischen Abfällen. Die wichtigste Anforderung ist, dass der abzulagernde mineralische Abfall im Vorfeld grundlegend charakterisiert werden muss (§ 8 DepV). Weiterhin sind in diesem Regelwerk in Anhang 3, Nr. 2, die Zuordnungswerte beschrieben, welche die zu deponierenden Abfälle einhalten müssen.

Zur Prüfung, ob eine Ablagerung auf der Bauschuttdeponie infrage kommt, müssen die Abfälle künftig mit Hilfe des Formulars «grundlegende Charakterisierung» detailliert beschrieben werden. Abhängig von der Art der Baumaßnahme und der Abfallmenge kann darüber hinaus eine Analyse der Abfälle erforderlich sein.

Schritt für Schritt

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1. Prüfschritt: Herkunft der Abfälle

Auf den Bauschuttdeponien des Landkreises Kitzingen werden ausschließlich zugelassene Bauabfälle von Baumaßnahmen im Landkreis Kitzingen angenommen.

2. Prüfschritt: Verwertbarkeit der Abfälle

Verwertung hat Vorrang vor Deponierung. Daher ist als Erstes immer zu prüfen, ob die Bauabfälle verwertbar sind. Abfälle können nur dann abgelagert werden, wenn eine Verwertung nicht möglich, ökologisch nicht sinnvoll oder wirtschaftlich nicht zumutbar ist.

3. Prüfschritt: Art der Baumaßnahme

Für die weitere Prüfung unterscheiden wir zwischen

  • Abfällen aus privaten Baumaßnahmen und
  • Abfällen aus Baumaßnahmen in den Bereichen Gewerbe, Industrie und Landwirtschaft, aus Baumaßnahmen auf Altlastenverdachtsflächen sowie aus gewerblichen Sammelanlieferungen.

4. Prüfschritt: Menge

Für Bauabfälle aus privaten Baumaßnahmen gilt folgende Regelung:

  • Bis zu einer Menge von maximal 2 Gewichtstonnen bzw. 1,5 Kubikmetern können inerte Bauabfälle direkt an der Bauschuttdeponie angeliefert und nach Zustimmung durch das Deponiepersonal (Sichtkontrolle) abgekippt werden.
  • Ab einer Menge von 2 Gewichtstonnen bzw. 1,5 Kubikmetern muss das Formular «grundlegende Charakterisierung» vorgelegt werden.
  • Ab einer Menge von 50 Gewichts­tonnen bzw. 35 Kubikmetern muss zusätzlich zum Formular «grundlegende Charakterisierung» eine Analyse des Materials (sogenannte Deklarationsanalytik) vorgelegt werden.

Für Abfälle aus Baumaßnahmen in den Bereichen Gewerbe, Industrie und Landwirtschaft, aus Baumaßnahmen auf Altlastenverdachtsflächen sowie aus gewerblichen Sammelanlieferungen ist masseunabhängig sowohl die «grundlegende Charakterisierung» als auch die Deklarationsanalytik vorzulegen.

5. Prüfschritt: Ort der Baumaßnahme

An der Bauschuttdeponie Iphofen werden zugelassene Inertabfälle von Baumaßnahmen aus dem gesamten Gebiet des Landkreises Kitzingen angenommen. Der Einzugsbereich der Deponie Effeldorf dagegen ist auf die Stadt Dettelbach und die Gemeinde Biebelried begrenzt.

Grundlegende Charakterisierung und Deklarationsanalytik

Grundlegende Charakterisierung

Sie ist vom Abfallerzeuger oder einem verantwortlich Beauftragten durchzuführen. Sie beinhaltet Angaben zur Abfallherkunft, Abfallbeschreibung und Abfallzusammensetzung. Das Formular «grundlegende Charakterisierung» kann auf dieser Seite als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Deklarationsanalytik

Sie dient zur Untersuchung der Abfälle auf mögliche Schadstoffe. Die Probenahme für die Analyse ist von fachkundigen Personen durchzuführen, die die gesetzlichen Vorgaben kennen und den Umfang der Analysen festlegen. Eine Auswahl an Adressen von Analysebüros gibt es hier.

Wer bekommt die Unterlagen?

  • Das Formular «grundlegende Charakterisierung» und – soweit erforderlich – die Ergebnisse der Deklarationsanalytik sind dem Personal der Bauschuttdeponie Iphofen vorzulegen. Dies gilt auch für Abfälle, die an der Deponie Effeldorf angeliefert werden sollen. Eine Annahme der Abfälle erfolgt erst nach Zustimmung durch das Deponiepersonal.
  • Um Wartezeiten bei der Anlieferung zu vermeiden, empfehlen wir, die Unterlagen bereits vorab dem Personal der Bauschuttdeponie per E-Mail oder Fax zu übersenden.
  • Für Anlieferungen an der Deponie Effeldorf sind die Unterlagen mindestens fünf Werktage vor Anlieferung zur Prüfung zu übermitteln.

Ihre Ansprechpartner

Kreisbauschuttdeponie Iphofen

Am Breitenstein
97346 Iphofen

+49 (9323) 1314

+49 (9323) 870050

https://www.abfallwelt.de

Harald Heinritz

Landratsamt Kitzingen


Kommunale Abfallwirtschaft Abfallberater

Kaiserstraße 4
97318 Kitzingen

1.13.15

+49 (9321) 928-1206

+49 (9321) 928-1299

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